15. April 2014

HD-Bilder vom schlagenden Herzen

Jahresversammlung der Freunde und Förderer der Klinik Bogen
Bogen. (ta) Sein Ziel, das Bogener Krankenhaus mit Eigeninitiative und persönlichem Engagement noch patienten- und mitarbeiterfreundlicher zu gestalten, hat der Verein der Freunde und Förderer der Klinik Bogen auch im ersten Amtsjahr von Wilhelm Lindinger als neuer Vereinsvorsitzender konsequent verfolgt, so der Tenor bei der Jahresversammlung am Mittwochabend.

In seinem Jahresrückblick ließ der Vorstand Walerisch Schätz die Fördermaßnahmen und Aktivitäten des Vereins Revue passieren. Um die medizinische Versorgungsqualität auf dem neuesten Stand zu halten und den Ärzten der Region die Möglichkeit zu bieten, sich fachlich auszutauschen, hat der Verein auch 2013 wieder die stets gut besuchte monatliche Fortbildungsreihe auf dem Bogenberg unterstützt. Renommierte Gastreferenten konnten auch für die Jahre 2013 und 2014 gewonnen werden, so dass die Organisatoren heuer ihre 100. Fortbildung als Jubiläum feiern dürfen. Direkt den Patienten zu Gute kommen zwei vom Verein bezuschusste Anschaffungen in der kommenden Zeit, darunter eine hochmoderne Schmerzpumpe in der Anästhesieabteilung und ein neuartiges Trainingsgerät in der physikalischen Abteilung.

Als Gastreferent informierte Prof. Dr. med. Christian Zugck, Ärztlicher Leiter des Herzkatheterlabors der Klinik Bogen, die Vereinsmitglieder aus erster Hand über die verschiedenen Arten von kardiologischen Erkrankungen. Mit bewegten HD-Bildern vom schlagenden Herzen veranschaulichte er die Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Rahmen eines Herzkathetereingriffs und beschrieb in für Laien verständlicher Weise, wie diese in der Praxis ablaufen.
15.04.2014_Jahreshauptversammlung
Prof. Dr. med. Christian Zugck, Vorstand Walerich Schätz, der Vertreter der Stadt Bogen, Helmut Muhr, Ehrenvorsitzender Reinhard Daniels, Chefarzt Dr. med. Dionys Daller und Vorsitzender Wilhelm Lindinger.
Um die durch Gefäßverkalkungen entstandenen Engstellen auszudehnen und damit die Infarktgefahr zu bannen, werden sogenannte Stents, also Röhrchen aus Metallgeflecht, an einem feinen Führungsdraht zum Herzen geschoben. Direkt aus dem Katheterlabor hatte Prof. Zugck Katheter und Zubehör zum Anfassen mitgebracht.

Erstaunt zeigten sich die Zuhörer darüber, dass der Patient bei vollem Bewusstsein bleibt und mit dem behandelnden Arzt kommunizieren kann. Unter Röntgenkontrolle, aber mit minimaler Strahlenbelastung dank einer neuartigen Anlage, dehnt der Kardiologe den Stent an der Engstelle mit einem Druckluftballon aus.

Dabei kommen Kräfte zum Einsatz, die dem Vielfachen des Autoreifendrucks entsprechen, und Strahlenbelastungen, die um bis zu 80 Prozent geringer sind, als dies bisher bei der Röntgenkontrolle der Fall war. Das vor anderthalb Jahren in Betrieb genommene Herzkatheterlabor der Klinik Bogen war laut Hersteller deutschlandweit das erste, das mit der dafür erforderlichen innovativen Technologie installiert wurde. Eine offene Herzoperation kann damit in vielen Fällen vermieden werden. Als Zugang genügt ein winziger Einstich an einem Blutgefäß, in der Regel an der Leiste.

Abschließend präsentierte der Klinikvorstand den Versammelten einen Überblick über die Gesamtentwicklung des Bogener Krankenhauses im Jahr 2013 und gab einen Ausblick auf die nähere Zukunft. Die Patientenzahlen und die Auslastung seien erfreulich, weshalb man sich als Ziel gesetzt habe, die Leistungsfähigkeit zu festigen und Abläufe weiter zu optimieren.

Das anschließende gemeinsame Abendessen mit gemütlichem Beisammensein nutzten viele Förderer und Freunde der Klinik, um persönlich mit den Ärzten und dem Vorstand ins Gespräch zu kommen. Diese stellten sich bereitwillig für Fragen, Anregungen und Diskussionen zur Verfügung.